Über den Dächern von Solingen: Panorama-Runde von Gräfrath zum Lichtturm

Historisches Fachwerk, weite Heidelandschaften und ein Blick bis zum Horizont – diese Rundwanderung führt uns durch den Norden Solingens. Gemeinsam mit dem Kölner Eifelverein ging es vom kulturellen Herzstück in Gräfrath hinauf zum „Dach der Stadt“ und zum markanten Lichtturm. Eine Tour, die Stadtgeschichte perfekt mit Naturgenuss verbindet.

Gräfrath gilt als einer der schönsten Stadtteile im Bergischen Land. Doch wer denkt, hier gäbe es nur gemütliche Gassen, der irrt: Sobald man den historischen Ortskern verlässt, wartet eine abwechslungsreiche Wanderung durch die Gräfrather Heide bis zum höchsten Punkt Solingens. Besonders schön: Die Tour ist von Köln aus hervorragend ohne Auto machbar.

Die Tour im Überblick

  • Start/Ziel: Deutsches Klingenmuseum / Marktplatz Gräfrath
  • Highlights: Historischer Stadtkern, Gräfrather Heide, Lichtturm, Höchster Punkt Solingens
  • Charakter: Abwechslungsreich – ein Mix aus Parklandschaft, Waldwegen und Panoramablicken
  • Schwierigkeit: Leicht bis Mittel (stetiger Anstieg zum Lichtturm)
  • Dauer: ca. 2,5 bis 3 Stunden
  • Organisation: Unterwegs mit dem Kölner Eifelverein

Der Tourenbericht: Von Klingen und Lichtblicken

1. Start am Deutschen Klingenmuseum

Unsere Reise beginnt am Deutschen Klingenmuseum, untergebracht im beeindruckenden Gebäude des ehemaligen Augustinerinnen-Klosters. Bevor wir in die Natur eintauchen, lohnt ein Blick auf die Architektur des Ensembles. Von hier aus lassen wir den Trubel hinter uns und spazieren direkt hinein in die Gräfrather Heide.

2. Durch die Gräfrather Heide zum Lichtturm

Die Gräfrather Heide ist eine grüne Oase, die besonders bei Joggern und Spaziergängern beliebt ist. Wir folgen den geschwungenen Wegen, während sich das Gelände langsam hebt. Unser Ziel ist schon von weitem sichtbar: Der Lichtturm. Der ehemalige Wasserturm ist heute ein architektonisches Juwel und Wahrzeichen. Hier oben, an der Stadtgrenze zu Wuppertal, weht meist eine frische Brise und der Blick schweift weit über das Bergische Land.

3. Auf dem Dach der Stadt

Nur einen Katzensprung vom Lichtturm entfernt erreichen wir den höchsten Punkt von Solingen (276 Meter über NN). Ein unscheinbarer, aber bedeutender Ort für alle Lokalpatrioten und Gipfelstürmer. Wer hier steht, hat Solingen buchstäblich zu seinen Füßen.

4. Durch den Wald zurück ins Tal

Nach dem Gipfelglück tauchen wir in das angrenzende Waldgebiet ein. Die Route führt uns auf schattigen Pfaden abseits der befestigten Straßen zurück Richtung Gräfrath. Die Ruhe des Waldes bildet den perfekten Kontrast zum ersten, eher offenen Teil der Wanderung. Schließlich erreichen wir wieder die ersten Fachwerkhäuser von Gräfrath.

Fotos Wanderung von Gräfrath aus und zurück

Diese Fotos habe ich mit meiner kleinen Sony DSC-RX100M2 aufgenommen. Diese handliche Kamera ist ideal zum Wandern, da sie schön klein und leicht ist.

Das macht diese Wanderung besonders
  • Der Lichtturm: Ein faszinierendes Beispiel für Industriekultur, das heute für Events und Lichtkunst genutzt wird.
  • Historisches Flair: Der Abschluss der Wanderung auf dem Gräfrather Marktplatz mit seinen Schieferhäusern fühlt sich an wie eine Zeitreise.
  • Gemeinschaft erleben: Die Wanderung mit dem Kölner Eifelverein zeigt, wie viel Spaß es macht, die Region in einer Gruppe Gleichgesinnter zu erkunden.
Praktische Tipps für dein Abenteuer
  1. Anreise mit Bahn & Bus (ÖPV): Die Tour ist perfekt für Kölner! Wir sind entspannt mit der Bahn von Köln nach Solingen (z.B. bis Solingen Hbf oder Ohligs) gefahren und von dort aus mit dem Bus (z.B. Linie 683 oder 695) direkt bis zur Haltestelle „Deutsches Klingenmuseum“ in Gräfrath gefahren. Das spart die Parkplatzsuche und ist klimafreundlich.
  2. Kultur-Kombi: Plane vor oder nach der Wanderung einen Besuch im Klingenmuseum ein – es beherbergt eine weltweit einzigartige Sammlung von Bestecken und Blankwaffen.
  3. Einkehr-Tipp: Belohne dich nach der Tour in einem der Cafés oder Restaurants rund um den Gräfrather Marktplatz. Ob ein Stück Kuchen oder ein deftiges Abendessen – das Ambiente ist unschlagbar.

Fazit

Diese Runde ist die perfekte Wahl für alle, die in kurzer Zeit viel sehen wollen. Sie bietet Kultur, Technikgeschichte und weite Naturerlebnisse, ohne dass man dafür ein Auto braucht. Ein herzliches Dankeschön an den Kölner Eifelverein für die tolle Organisation dieser Tour!

Bist du auch gerne mit Wandervereinen unterwegs? Oder hast du Gräfrath schon einmal auf eigene Faust entdeckt? Verrate es mir in den Kommentaren!