Ein winterlicher Tag in der Steiermark hat seinen ganz eigenen Reiz – auch wenn sich die Sonne nicht blicken lässt. An diesem Märztag hingen die Wolken so tief, dass die Berggipfel vollständig dahinter verschwanden. Was für manche nach „schlechtem Wetter“ klingt, bietet für die Fotografie eine wunderbare Gelegenheit, die Stille und die melancholische Stimmung der Natur einzufangen.
In der Nähe von Schladming und Untertal zeigt sich die Landschaft dann von einer fast schon meditativen Seite. Wo sich sonst zahlreiche Skifahrer tummeln, herrschte an diesem Tag eine bemerkenswerte Leere. Diese Ruhe ermöglicht es, sich ganz auf die Details am Wegesrand zu konzentrieren, ohne von der monumentalen Kulisse der Alpen abgelenkt zu werden.
Unterwegs mit leichtem Gepäck
Bei Wanderungen unter solchen Bedingungen ist schweres Equipment oft hinderlich. Ich hatte meine Sony RX100 III dabei. Diese Kompaktkamera ist ein idealer Begleiter für Wanderungen: Sie passt in die Jackentasche, bietet aber durch ihren verhältnismäßig großen Sensor und das lichtstarke Objektiv eine Bildqualität, die für solche Lichtstimmungen hervorragend geeignet ist.
Fotografie-Tipp: Stimmung trotz Grauschleier
Viele Fotografen lassen ihre Kamera bei bewölktem Himmel eingepackt. Doch gerade tief hängende Wolken fungieren wie eine riesige Softbox. Das Licht ist extrem weich und diffus, was harte Schatten verhindert.
Kontraste nutzen: Achtet bei Nebel oder tiefen Wolken auf dunkle Elemente im Vordergrund (z. B. Tannen oder Holzhütten), um dem Bild Tiefe zu verleihen.
Belichtungskorrektur: Kameras neigen dazu, graue oder weiße Flächen (Schnee und Wolken) unterzubelichten. Korrigiere die Belichtung leicht nach oben (+0,3 bis +1,0), damit der Schnee nicht schmutzig wirkt.
Details im Fokus: Wenn die Fernsicht fehlt, ist die Zeit für Nahaufnahmen gekommen. Gefrorene Äste oder Strukturen im Eis erzählen oft eine spannendere Geschichte als ein vernebeltes Panorama.
Ein Spaziergang durch die winterliche Steiermark lohnt sich also auch dann, wenn das Panorama ausbleibt. Es ist die Zeit, in der man die Natur für sich allein hat und den Blick für das Wesentliche schärfen kann. Nutze solche Tage, um die Ruhe der Berge abseits des Trubels festzuhalten.










